FAQ – Segelcoaching & Häufige Fragen

Alle wichtigen Antworten rund um Segelcoaching, Coaching unter Segeln, Sicherheit an Bord, Bordleben, Vorbereitung und Buchung – kompakt an einem Ort.

Das Coaching-Konzept

Was ist Segelcoaching bzw. Coaching unter Segeln genau?

Segelcoaching verbindet intensive persönliche und berufliche Weiterentwicklung mit dem gemeinsamen Leben und Segeln auf einer Yacht.

Der besondere Rahmen auf See schafft Abstand vom Alltag. Gewohnte Routinen fallen weg, neue Situationen entstehen und persönliche Verhaltensmuster werden häufig schneller sichtbar als in einem klassischen Coachingraum.

Dabei geht es nicht nur um einzelne Coachinggespräche. Das gesamte Leben an Bord wird Teil des Lernprozesses.

Alle Teilnehmer:innen lernen während des Törns segeln, übernehmen täglich Aufgaben an Bord und wechseln regelmäßig ihre Rollen. Dadurch entstehen ganz konkrete Situationen rund um Kommunikation, Verantwortung, Führung, Zusammenarbeit, Entscheidungen und den Umgang mit Unsicherheit.

Ergänzt wird dies durch intensive Coachinggespräche, Gruppenreflexionen, Coachingimpulse sowie die Arbeit an persönlichen und beruflichen Fragestellungen.

Wie viele Teilnehmer:innen sind an Bord?

Unsere Coaching-Törns sind bewusst klein gehalten.

In der Regel nehmen maximal sechs Teilnehmer:innen teil. Hinzu kommen zwei Trainer bzw. Coaches.

Diese kleine Gruppengröße ermöglicht intensive persönliche Arbeit und gleichzeitig eine vielfältige Gruppendynamik.

Durch die wechselnden Rollen arbeitet jede Person im Laufe des Törns mit unterschiedlichen Menschen zusammen und übernimmt immer wieder neue Aufgaben.

Dadurch entsteht ein sehr intensives Lernumfeld.

Ist das Angebot auch für Führungskräfte und Unternehmer:innen geeignet?

Ja, ausdrücklich.

Führungskräfte, Selbstständige und Unternehmer:innen machen einen erheblichen Teil unserer Teilnehmergruppen aus.

Gerade das Segeln bietet viele unmittelbare Parallelen zur beruflichen Realität:

  • Verantwortung übernehmen
  • Entscheidungen unter Unsicherheit treffen
  • Prioritäten setzen
  • kommunizieren
  • delegieren
  • führen und geführt werden
  • Fehler korrigieren
  • als Team funktionieren

Durch die wechselnden Rollen erlebt jede Person während des Törns unterschiedliche Perspektiven.

Wer beispielsweise an einem Tag Verantwortung für Navigation oder ein Manöver übernimmt, befindet sich in einer anderen Situation als jemand, der gerade eine unterstützende Rolle übernimmt.

Genau diese Wechsel schaffen wertvolle Reflexionsmöglichkeiten für Führung und Zusammenarbeit.

Kann ich allein teilnehmen oder muss ich als Paar oder Gruppe kommen?

Du kannst problemlos allein teilnehmen.

Die meisten Teilnehmer:innen kommen allein an Bord.

Gerade dadurch entsteht ein neuer und geschützter Rahmen außerhalb bestehender beruflicher oder privater Rollen.

Paare oder Menschen, die sich bereits kennen, sind ebenfalls willkommen.

Wichtig ist, dass jede Person als eigenständiges Mitglied der Crew teilnimmt und in die wechselnden Rollen und Aufgaben eingebunden wird.

Unsere Teilnehmergruppen sind gemischt. In den vergangenen Törns waren etwa 60 Prozent der Teilnehmer:innen Frauen.

Was unterscheidet Segelcoaching von einem normalen Coaching an Land?

Der wesentliche Unterschied ist die Intensität und die Verbindung von Reflexion und unmittelbarer Erfahrung.

Bei einem klassischen Coaching findet beispielsweise ein 60- oder 90-minütiges Gespräch statt. Danach geht man wieder zurück in seinen normalen Alltag.

Beim Segelcoaching verbringen wir mehrere Tage miteinander und erleben gemeinsam immer wieder neue Situationen.

Du lernst deshalb auf mehreren Ebenen gleichzeitig:

  • durch dein eigenes Coaching
  • durch die Beobachtung anderer
  • durch Coachinggespräche innerhalb der Gruppe
  • durch dein eigenes Verhalten in konkreten Situationen an Bord

Wir sprechen dabei auch von osmotischem Lernen.

Oft erkennt man bei anderen Menschen Glaubenssätze, Verhaltensmuster oder Konflikte und stellt plötzlich fest: „Das kenne ich von mir selbst.”

Zusätzlich werden Erkenntnisse unmittelbar praktisch erlebbar.

Wer beispielsweise über Verantwortung, Führung, Kontrolle, Vertrauen oder Kommunikation spricht, bekommt beim nächsten Segelmanöver möglicherweise genau dazu eine reale Situation geliefert.

Das macht Segelcoaching deutlich intensiver als ein isoliertes Coachinggespräch an Land.

Ist Segelcoaching eigentlich Coaching oder Segelurlaub?

Segeln und Coaching gehören bei unserem Konzept unmittelbar zusammen.

Es handelt sich weder um einen Coachingkurs, der zufällig auf einem Segelboot stattfindet, noch um einen Segelurlaub mit gelegentlichen Coachinggesprächen.

Alle Teilnehmer:innen sind täglich aktiv am Segeln beteiligt und übernehmen wechselnde Rollen und Verantwortung an Bord.

Gleichzeitig finden in der Regel täglich zwei intensive Coachinggespräche mit einer Dauer von jeweils mindestens 60 Minuten statt.

Dabei entstehen viele der spannendsten Coachingmomente ganz praktisch: beim gemeinsamen Manöver, beim Steuern, bei der Navigation, bei Entscheidungen oder bei der Zusammenarbeit innerhalb der Crew.

Natürlich wollen wir auch eine außergewöhnliche Woche erleben: segeln, neue Orte entdecken, gemeinsam kochen, gute Gespräche führen und Zeit auf dem Meer verbringen.

Das Ziel ist deshalb beides: Segeln lernen und persönliche bzw. berufliche Entwicklung miteinander verbinden.

Welche Themen kann ich im Coaching bearbeiten?

Die Themen können sehr unterschiedlich sein.

Typische Fragestellungen sind beispielsweise:

  • berufliche Neuorientierung
  • Führung und Verantwortung
  • unternehmerische Entscheidungen
  • persönliche oder berufliche Veränderungsprozesse
  • Konflikte
  • Kommunikation
  • Selbstvertrauen
  • Entscheidungsfindung
  • persönliche Ziele
  • Work-Life-Balance
  • Umgang mit Belastung
  • eigene Glaubenssätze und Verhaltensmuster

Du musst vor dem Törn noch kein perfekt formuliertes Coachingziel haben.

Im persönlichen Vorgespräch und während des Törns entwickeln wir gemeinsam, woran du konkret arbeiten möchtest.

Segeln, Sicherheit & Schiff

Muss ich segeln können, um teilzunehmen?

Nein. Segelerfahrung ist ausdrücklich nicht erforderlich.

Unsere Coaching-Törns eignen sich sowohl für absolute Anfänger:innen als auch für erfahrene Segler:innen.

Alle Teilnehmer:innen lernen während des Törns segeln und sind täglich aktiv in den Bordalltag eingebunden.

Dazu gibt es unterschiedliche Rollen und Aufgaben an Bord. Diese Rollen rotieren während des Törns, sodass jede Person verschiedene Bereiche kennenlernt und Verantwortung übernimmt.

Dazu können beispielsweise gehören:

  • Steuern der Yacht
  • Segel setzen und bedienen
  • Navigation und Kursplanung
  • Hafen- und Anlegemanöver
  • Wetterbeobachtung
  • Organisation des Bordalltags
  • gemeinsames Kochen und Versorgung der Crew

Die Aufgaben werden erklärt, begleitet und an die jeweilige Erfahrung angepasst.

Niemand muss vorher segeln können – aber alle segeln mit.

Welche körperlichen Voraussetzungen gibt es?

Eine besondere sportliche Fitness ist nicht erforderlich.

Eine gewisse normale Beweglichkeit solltest du allerdings mitbringen. Auf einer Segelyacht bewegt man sich auf engem Raum, steigt ein und aus, bewegt sich über Deck und übernimmt praktische Aufgaben.

Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass du sicher schwimmen kannst.

Darüber hinaus wird niemand sportlich überfordert. Aufgaben und Rollen werden so verteilt, dass sie zu den individuellen Fähigkeiten passen.

Wichtig ist weniger sportliche Leistung als die Bereitschaft, sich aktiv einzubringen und Teil der Crew zu sein.

Was passiert, wenn jemand seekrank wird?

Seekrankheit kommt vor, ist aber nach unserer Erfahrung deutlich seltener ein Problem, als viele Menschen vor ihrem ersten Törn befürchten.

Eine Segelyacht bewegt sich außerdem anders durch das Wasser als viele Motorboote oder Fähren. Durch ihren tiefen Kiel und ihre Bauform liegt sie vergleichsweise stabil im Wasser und schneidet unter Segeln förmlich durch die See – ein wenig wie ein Messer durch Butter.

Das bedeutet natürlich nicht, dass sich eine Segelyacht nicht bewegt. Je nach Wind und Welle kann sie sich neigen, rollen oder stampfen. Diese Bewegungen fühlen sich jedoch häufig anders an als das schnelle oder harte Auf und Ab kleiner Motorboote.

Wenn jemand seekrank wird, bessert sich das häufig bereits nach dem ersten oder spätestens zweiten Tag deutlich, weil sich der Körper an die Bewegungen des Bootes gewöhnt.

Unsere Törns finden überwiegend in Küsten- und Inselrevieren statt. Wir sind normalerweise nicht tagelang auf offener See unterwegs. Meist ist Land in Sicht und wir laufen regelmäßig Häfen oder Buchten an.

Wenn jemand vorübergehend nicht voll belastbar ist, berücksichtigen wir das selbstverständlich bei der Rollenverteilung.

Sicherheit und Wohlbefinden der Crew gehen immer vor.

Wie sicher ist ein Coaching-Törn?

Sicherheit hat an Bord immer Vorrang.

Route, Segelzeiten und Manöver richten sich nach Wetter, Crew und den jeweiligen Bedingungen vor Ort.

Die Teilnehmer:innen werden in die sicherheitsrelevanten Abläufe eingewiesen und lernen den Umgang mit der Yacht Schritt für Schritt.

Niemand wird bei einem Manöver oder einer Aufgabe allein gelassen, wenn dafür die notwendige Erfahrung noch fehlt.

Das Ziel ist aktives Mitsegeln – aber immer innerhalb eines sicheren und professionell begleiteten Rahmens.

Was passiert bei schlechtem Wetter?

Beim Segeln bestimmt das Wetter einen Teil des Programms.

Route und Tagesplanung können deshalb kurzfristig angepasst werden. Wenn Wind oder Wetter eine bestimmte Strecke nicht sinnvoll oder sicher erscheinen lassen, wählen wir eine Alternative, bleiben länger in einem Hafen oder verändern den Tagesablauf.

Genau diese Flexibilität gehört zum Segeln dazu.

Wir planen sorgfältig – aber wir versuchen nicht, das Meer an unseren Terminplan anzupassen.

Auch daraus entstehen interessante Lernmomente: mit Veränderungen umgehen, Prioritäten neu setzen und Entscheidungen unter realen Bedingungen treffen.

Tagesablauf & Bordleben

Wie läuft ein typischer Tag während eines Coaching-Törns ab?

Jeder Tag ist etwas anders – abhängig von Wetter, Route, Coachingthemen und den Bedürfnissen der Gruppe.

Typischerweise beginnen wir mit einer gemeinsamen Morgenrunde. Dabei besprechen wir den Tag, die geplante Route, die Coachingthemen und die Aufgaben an Bord.

Ein wichtiger Bestandteil ist die tägliche Rollenverteilung. Die verschiedenen Rollen wechseln regelmäßig, sodass jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer während des Törns unterschiedliche Aufgaben übernimmt.

Im Tagesverlauf finden in der Regel zwei intensive Coachinggespräche mit einer Dauer von jeweils mindestens 60 Minuten statt.

Diese Gespräche sind ein fester Bestandteil des Coaching-Törns und werden durch weitere Coachingimpulse, Reflexionen und Gespräche innerhalb der Gruppe ergänzt.

Im Laufe eines Tages wechseln sich beispielsweise ab:

  • Morgenrunde und Tagesplanung
  • Verteilung der Bordrollen
  • gemeinsames Planen und Segeln
  • Segeltheorie und praktische Übungen
  • Steuern der Yacht
  • Segel- und Hafenmanöver
  • Navigation und Routenplanung
  • in der Regel zwei Coachinggespräche von jeweils mindestens 60 Minuten
  • Vorstellung und Bearbeitung persönlicher oder beruflicher Projekte
  • Coachingimpulse und Coachingtheorie
  • Reflexion innerhalb der Gruppe
  • gemeinsames Kochen und Leben an Bord

Segeln und Coaching laufen dabei nicht unabhängig voneinander.

Gerade Situationen an Bord – Verantwortung übernehmen, Entscheidungen treffen, kommunizieren, führen, sich abstimmen oder mit Unsicherheit umgehen – werden immer wieder Bestandteil des Coachingprozesses.

Wie intensiv ist das Coaching – gibt es auch freie Zeit?

Das Coaching ist bewusst intensiv.

Wir verbringen mehrere Tage gemeinsam auf einer Yacht. Dadurch entstehen Lern- und Coachingmomente nicht nur während eines vereinbarten Coachinggesprächs.

Zusätzlich finden im Tagesverlauf in der Regel zwei Coachinggespräche von jeweils mindestens 60 Minuten statt.

Auch beim Segeln, bei einem Manöver, beim Kochen, bei Entscheidungen oder in Gesprächen am Abend zeigen sich häufig Themen, die später reflektiert werden können.

Natürlich bleibt auch Zeit zum Baden, Entspannen, für einen Spaziergang an Land oder einfach für einen Kaffee am Hafen.

Je nach Törn, Route und Gruppe machen solche freien Zeiten ungefähr 20 Prozent des Törns aus.

Wer jedoch hauptsächlich einen klassischen Erholungsurlaub sucht, für den ist dieses Format vermutlich nicht das Richtige.

Wie wohnt und schläft man auf der Yacht?

Eine Segelyacht ist kein Hotel – und genau das gehört zum Erlebnis dazu.

Geschlafen wird in den vorhandenen Kabinen und Kojen. Der Platz an Bord ist begrenzter als an Land und das Leben findet auf relativ engem Raum statt.

Duschen und Toiletten sind vorhanden, entsprechen aber natürlich nicht dem Komfort eines Hotelzimmers.

Gerade dieses gemeinsame Leben auf begrenztem Raum ist ein Teil des Törns. Rücksichtnahme, Organisation und Kommunikation gehören zum Bordalltag und damit automatisch auch zum gemeinsamen Lernprozess.

Werden die Kabinen geteilt?

Ja.

Unsere Yachten verfügen in der Regel über fünf Kabinen sowie einen Salon.

Die beiden Achterkabinen werden normalerweise mit jeweils zwei Personen belegt. Häufig wird zusätzlich der Salon als Schlafplatz für eine Person genutzt.

Die beiden vorderen Kabinen eignen sich besonders gut für Paare.

Die genaue Belegung stimmen wir vor dem Törn mit der Crew ab und versuchen dabei natürlich, persönliche Wünsche soweit wie möglich zu berücksichtigen.

Eine Yacht ist jedoch kein Hotel. Der Platz ist begrenzt und man lebt enger zusammen.

Genau das gehört auch zur Erfahrung des Törns: für einige Tage aus den gewohnten Komfortzonen herauszukommen, Rücksicht zu nehmen und als Crew miteinander zu leben.

Habe ich an Bord genügend Privatsphäre?

Eine Segelyacht bietet naturgemäß weniger Privatsphäre als ein Hotel.

Wir leben mehrere Tage gemeinsam auf begrenztem Raum und verbringen einen großen Teil des Tages miteinander.

Trotzdem gibt es Rückzugsmöglichkeiten und Zeiten, in denen jede Person für sich sein kann – etwa in der Koje, an Deck, beim Landgang oder während freier Zeiten.

Wer für sein Wohlbefinden sehr viel räumliche Distanz und vollständige Privatsphäre benötigt, sollte dies vor der Buchung im persönlichen Beratungsgespräch ansprechen.

Was und wie wird an Bord gegessen?

Die Verpflegung ist Teil des gemeinsamen Bordlebens.

Die Crew organisiert Einkäufe und Mahlzeiten gemeinsam. Gekocht und gegessen wird überwiegend zusammen.

Je nach Route gehen wir selbstverständlich auch an Land essen oder verbringen einen Abend in einem Hafenrestaurant.

Besondere Ernährungsformen, Allergien oder Unverträglichkeiten solltest du uns möglichst bereits vor dem Törn mitteilen, damit wir sie bei der Planung berücksichtigen können.

Muss ich kochen oder andere Arbeiten an Bord übernehmen?

Ja – das gemeinsame Bordleben gehört zum Konzept.

Neben den seglerischen Aufgaben übernehmen alle Teilnehmer:innen auch Aufgaben des täglichen Zusammenlebens.

Dazu gehören beispielsweise Einkaufen, Kochen, Ordnung halten oder die Vorbereitung gemeinsamer Mahlzeiten.

Auch diese Aufgaben wechseln.

Es geht nicht darum, dass einzelne Personen die Crew versorgen.

Wir sind gemeinsam an Bord und organisieren das Leben auf der Yacht gemeinsam.

Gibt es während des Törns Handy, E-Mail und Social Media?

Ein wichtiger Bestandteil des Coaching-Törns ist der bewusste Abstand vom digitalen Alltag.

Wir praktizieren deshalb während des Törns weitgehend elektronische Abstinenz.

Smartphones, E-Mails, soziale Medien und andere digitale Ablenkungen sollen möglichst in den Hintergrund treten. Das Handy wird grundsätzlich nur genutzt, wenn es wirklich notwendig ist – beispielsweise in dringenden privaten oder organisatorischen Fällen.

Diese Form des Digital Detox ist ein bewusster Teil unseres Coachingkonzepts.

Sie hilft dabei, Abstand zum Alltag zu gewinnen, wirklich im Moment anzukommen und sich intensiver auf die eigene Entwicklung, die Gruppe und das gemeinsame Erlebnis einzulassen.

Natürlich bleibt niemand im Notfall unerreichbar. Es geht nicht um ein starres Handyverbot, sondern um einen bewussten und sehr reduzierten Umgang mit digitalen Medien.

Weniger Bildschirm. Mehr Meer, mehr Begegnung und mehr Zeit für das, was gerade wirklich wichtig ist.

Vorbereitung & Unterlagen

Gibt es ein bestimmtes Mindest- oder Höchstalter?

Entscheidend ist für uns weniger das Alter als die persönliche und körperliche Eignung für das Leben an Bord.

Teilnehmer:innen sollten sicher schwimmen können, ausreichend beweglich sein und bereit sein, sich aktiv am Segeln und am gemeinsamen Bordleben zu beteiligen.

Wenn du unsicher bist, ob der Törn für dich geeignet ist, klären wir das gerne im persönlichen Vorgespräch.

Was soll ich für den Törn einpacken?

Du musst dir darüber vorher keine großen Gedanken machen.

Rechtzeitig vor dem Törn erhält jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer von uns eine konkrete Packliste, abgestimmt auf das jeweilige Segelrevier, die Jahreszeit und die zu erwartenden Bedingungen.

Grundsätzlich gilt: Auf einer Yacht ist Stauraum begrenzt. Deshalb ist funktionale Kleidung wichtiger als viel Gepäck.

Eine weiche Reisetasche ist deutlich praktischer als ein großer Hartschalenkoffer.

Was du wirklich brauchst – und was besser zu Hause bleiben kann – erklären wir dir vor dem Törn genau.

Wie werde ich auf das Coaching vorbereitet?

Die Vorbereitung beginnt bereits vor dem eigentlichen Törn.

Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer erhält vorab einen ausführlichen Fragebogen.

Darin werden die wichtigsten persönlichen und beruflichen Themen, aktuelle Fragestellungen, Erwartungen und Ziele für den Törn erfasst.

So können sich die Coaches bereits vor Beginn intensiv auf die einzelnen Teilnehmer:innen vorbereiten.

Im Fragebogen geht es beispielsweise um:

  • aktuelle persönliche oder berufliche Herausforderungen
  • wichtige Fragestellungen für das Coaching
  • Ziele und Erwartungen an den Törn
  • Themen, an denen du konkret arbeiten möchtest
  • relevante berufliche und persönliche Hintergründe
  • mögliche Unsicherheiten oder besondere Wünsche
  • vorhandene Segelerfahrung

Damit beginnen wir nicht erst am ersten Tag damit herauszufinden, was für dich wichtig ist.

Die Coaches kennen die wesentlichen Themen und Fragestellungen bereits vor Beginn des Törns und können sich gezielt darauf vorbereiten.

Bekomme ich Unterlagen für Coaching und Segeln?

Ja.

Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer erhält ein eigenes Törnbook.

Das Törnbook begleitet dich durch die gesamte Woche und verbindet Coaching und Segeln miteinander.

Es enthält unter anderem:

  • zentrale Elemente unseres Coachingprogramms
  • Coachingübungen und Reflexionsfragen
  • Platz für persönliche Ziele, Erkenntnisse und Notizen
  • eine grundlegende Einführung in die Segelsprache
  • wichtige Begriffe rund um Yacht, Segel und Manöver
  • die wichtigsten Regeln und Sicherheitsgrundsätze beim Segeln
  • Informationen zu den unterschiedlichen Rollen innerhalb der Crew
  • praktische Hinweise für das Leben und Arbeiten an Bord

Das Törnbook soll nicht nur während des Törns genutzt werden. Es hilft auch dabei, Erkenntnisse festzuhalten und später noch einmal auf die persönliche Entwicklung während der Woche zurückzublicken.

Wie werde ich auf das Segeln vorbereitet?

Du musst dich vor dem Törn nicht selbst in Segelbücher oder Fachbegriffe einarbeiten.

Das Törnbook enthält eine grundlegende Einführung in die wichtigsten Begriffe, Regeln und Abläufe.

An Bord erfolgt dann die praktische Einführung.

Segel setzen, Steuern, Navigation und Manöver werden erklärt, gezeigt und anschließend gemeinsam geübt.

Da die Rollen regelmäßig wechseln, bekommt jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer Gelegenheit, unterschiedliche Aufgaben selbst auszuprobieren.

Wir holen absolute Anfänger:innen dort ab, wo sie stehen – und nach wenigen Tagen sind viele Begriffe und Abläufe bereits selbstverständlich geworden.

Kosten, Buchung & Vertraulichkeit

Was ist im Preis enthalten – und welche zusätzlichen Kosten entstehen?

Im jeweiligen Reisepreis sind die in der konkreten Törnbeschreibung genannten Leistungen enthalten.

Für die laufenden gemeinschaftlichen Kosten an Bord gibt es zusätzlich eine Bordkasse. Daraus werden beispielsweise Lebensmittel, Hafengebühren, Treibstoff und weitere gemeinschaftliche Ausgaben bezahlt.

Für die Yacht und den professionellen Betrieb bestehen entsprechende Versicherungen. Dazu gehört unter anderem eine Berufsskipper-Haftpflicht.

Die Kosten einer zusätzlichen Kautionsversicherung werden gemeinschaftlich über die Bordkasse getragen.

Persönliche Versicherungen organisiert jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer selbst. Wir empfehlen insbesondere:

  • Auslandskrankenversicherung
  • Reiserücktritts- bzw. Reiseabbruchversicherung
  • persönliche Unfallversicherung

Auch An- und Abreise bzw. Flugkosten sind grundsätzlich nicht im Reisepreis enthalten, sofern beim jeweiligen Törn nichts anderes angegeben ist.

Wie vertraulich sind die Gespräche an Bord?

Vertrauen ist eine wesentliche Voraussetzung für Coaching.

Persönliche Themen aus Coachinggesprächen werden selbstverständlich vertraulich behandelt.

Auch innerhalb der Gruppe vereinbaren wir einen respektvollen und vertraulichen Umgang mit persönlichen Informationen.

Gleichzeitig entscheidet jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer selbst, welche Themen innerhalb der Gruppe geteilt werden.

Niemand muss private Dinge erzählen, die er oder sie nicht teilen möchte.

Der geschützte Rahmen bedeutet aber auch, dass wir offen miteinander arbeiten können, ohne dass persönliche Inhalte anschließend nach außen getragen werden.

Wie und bis wann kann ich mich anmelden bzw. einen Platz reservieren?

Vor einer verbindlichen Buchung empfehlen wir grundsätzlich ein persönliches Beratungsgespräch.

Dabei geht es darum, gemeinsam zu prüfen:

  • Was möchtest du während des Törns erreichen?
  • Welche Themen möchtest du bearbeiten?
  • Was erwartest du vom Coaching?
  • Passt das intensive Leben in einer kleinen Gruppe zu dir?
  • Passt unser Coachingansatz zu deinen Erwartungen?

Erst anschließend solltest du dich verbindlich entscheiden.

Da wir mit maximal sechs Teilnehmer:innen arbeiten, sind die Plätze naturgemäß begrenzt. Eine frühzeitige Kontaktaufnahme ist deshalb sinnvoll.

Muss ich mein persönliches Thema vor der Gruppe besprechen?

Nein.

Du entscheidest selbst, welche persönlichen Themen du innerhalb der Gruppe teilen möchtest.

Gleichzeitig ist das Lernen voneinander ein wichtiger Bestandteil des Segelcoachings.

Viele Teilnehmer:innen erleben, dass sie von den Coachinggesprächen und Fragestellungen anderer ebenso profitieren wie von ihrem eigenen Coaching.

Der Grundsatz bleibt: Du bestimmst selbst, wie persönlich du werden möchtest.

Was passiert, wenn ich merke, dass das Format doch nicht zu mir passt?

Genau deshalb führen wir vor einer Buchung möglichst immer ein persönliches Beratungsgespräch.

Segelcoaching ist ein intensives Format: Mehrere Tage in einer kleinen Gruppe, gemeinsames Leben auf begrenztem Raum, aktives Segeln, Digital Detox und persönliche Coachingarbeit.

Wir möchten deshalb vorab möglichst gut klären, ob deine Erwartungen und unser Konzept zusammenpassen.

Wer sich darauf einlässt, erlebt häufig gerade die Kombination aus Gruppe, Segeln und Coaching als besondere Stärke des Formats.

Segelcoaching soll herausfordern, neue Perspektiven eröffnen und Entwicklung ermöglichen – aber niemanden überfordern.

Die Coaches

Wer sind die Coaches an Bord?

Unsere Coaches verfügen über fundierte Coachingausbildungen und umfangreiche eigene Berufserfahrung.

Sie kennen Unternehmens-, Führungs- und Veränderungsprozesse nicht nur aus Lehrbüchern, sondern aus eigener beruflicher Praxis.

Alle eingesetzten Coaches verfügen außerdem über umfangreiche praktische Coaching-Erfahrung mit mehreren hundert Stunden Einzelcoaching.

Beim Segelcoaching kommt eine weitere Anforderung hinzu: Die Coaches begleiten nicht nur einzelne Gespräche, sondern beobachten über mehrere Tage die Dynamik der gesamten Gruppe.

Dadurch können Situationen aus dem gemeinsamen Segeln direkt in den Coachingprozess einbezogen werden.

Die Verbindung aus fundiertem Coaching, eigener Businesserfahrung und dem gemeinsamen Erleben an Bord ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Konzepts.

Deine Frage war nicht dabei?

Lass uns deine individuellen Fragen in einem persönlichen Erstgespräch klären. Wir nehmen uns Zeit für deine konkrete Situation.